Stoßwellentherapie

Chronische Schmerzzustände sind eine der am weitesten verbreiteten Krankheitsformen unter denen viele hunderttausend Patienten leiden. Ein Großteil der Schmerzzustände wird zum Beispiel durch den sogenannten Tennisellenbogen, den Fersensporn oder durch Verkalkungen oder Sehnenreizungen in der Schulter ausgelöst. Dabei sind chronische Verläufe mit jahrelang andauernden Ruhe-und Bewegungsschmerzen keine Seltenheit.
Die fokussierte extrakorporale Stosswellentherapie (ESWT) hat sich bei der Diagnostik und Behandlung von einer Vielzahl von akuten und chronischen Schmerzzuständen des Bewegungsapparates hervorragend etabliert.
Auch hat sich die Technologie bei der exakten Lokalisation und Therapie von myofaszialen Triggerpunkten (Triggerpunkt-Stosswellentherapie = TPST) bewährt.

Insgesamt, mit einem bis zu 85 %igen Behandlungserfolg, kann die Stosswellentherapie eine sehr gute nicht-invasive Alternative gegenüber einer eventuell nicht erforderlichen Operation sein.
( http://www.youtube.com/watch?v=vLlimJYglaY )

Wie funktioniert die fokussierte extrakorporale Stosswellentherapie?

Das Therapiegerät erzeugt nach dem piezoelektrischen Prinzip (extrakorporal) Schallwellen mit hoher Energie. Diese werden mit der Therapiequelle (Handstück) über Gelpads mittels Ultraschall-Gel an die erkrankte Körperregion gebündelt (fokussiert) übertragen.
Der Patient spürt dabei nadelstichartige kurze Impulse.

Die hierbei induzierte gezielte mechanische Stimulation aktiviert biochemische Prozesse am lebenden Gewebe und fördert erfolgreich den Selbstheilungsprozess (Mechanotransduktion).

Anwendungsgebiete für ESWT

• Achillessehnenbeschwerden
• Entzündungen der Sehnenansätze am Schultergelenk
• Epicondylitis humeri radialis und ulnaris (Tennis- und Golferellenbogen)
• Fersenschmerzsyndrom mit oder ohne Fersensporn
• Kalkschulter
• Patellaspitzensyndrom (Kniescheibenspitzensyndrom)
• Pseudarthrosen (gestörte Knochenbruchheilung)
• Schleimbeutelentzündung am Schultergelenk
• Schleimbeutelentzündung am Hüftgelenk
• Tibiakantensyndrom (Belastungsschmerzen an der Schienbeinkante)
• Uvm.

Anwendungsgebiete für TPST

• Nackenschmerzen
• Schulterschmerzen
• Rückenschmerzen
• Ischiasschmerzen
• Gesäßschmerzen

Kontraindikationen: Marcumar-Patienten, eitrige Infektionen, Tumore, Schwangerschaft

Behandlungsdauer:
empfohlen 3-5 Sitzungen 1x wöchentlich, eine Sitzungsdauer ca.15 Minuten

Die Stosswellentherapie wird nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen
und ist somit eine Selbstzahlerleistung nach der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte).
Die privaten Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten.
Wenn Ihr Versicherungsvertrag keine eindeutigen Regelungen enthält, ist es empfehlenswert, sich mit der Krankenkasse in Verbindung zu setzen.