Arthrosebehandlung / Knorpelaufbauspritzen

Die Aufgabe unserer Gelenke
Unsere Gelenke haben die Funktion, unterschiedliche Knochen beweglich miteinander zu verbinden. Den ganzen Tag über, bei der Arbeit, in der Freizeit und beim Sport, müssen die Gelenke Beweglichkeit aufweisen. Damit diese Bewegungen reibungslos ablaufen können, greifen verschiedene Mechanismen ineinander:

• Muskeln, Bänder, Sehnen und Gelenkkapseln sorgen für
Halt und Beweglichkeit der Knochen.

• Bei einem gesunden Gelenk sind die Knochenenden mit
einer Knorpelschicht überzogen. Der glatte Knorpel erlaubt
es, dass wir unsere Gelenke reibungsarm bewegen
können.

• Dazwischen befindet sich die Gelenkflüssigkeit; sie
- „schmiert“ das Gelenk, damit es sich leichter bewegen kann
- schützt die Knorpeloberfläche vor Abrieb
- puffert Stöße ab
- versorgt den Gelenkknorpel mit Nährstoffen.

In Kombination mit dem Knorpel bildet die Gelenkflüssigkeit (Gelenkschmiere)
eine Art Stoßdämpfer.

Die Arthrose als Krankheitsbild

Die Arthrose ist eine typische Abnutzungs- und Verschleißerscheinung des Gelenkknorpels. Der Knorpelverschleiß im Gelenk führt bei vermehrter Belastung immer wieder zu Entzündungen der Gelenkkapsel. Zudem verändert sich die Gelenkschmiere; sie wird „dünner“ und weniger gleitfähig.
Arthrose kann in allen Gelenken auftreten – hauptsächlich dort, wo vermehrt
belastet wird. Neben dem Knie-, Hüft- oder Schultergelenk sind sehr oft auch kleine Gelenke wie Finger-, Daumensattel-, Zehen- oder Wirbelgelenke, auch Facettengelenke genannt, von Arthrose befallen.
Bei fortgeschrittener Arthrose kann der Knorpel komplett abgenutzt sein, bis schließlich Knochen auf Knochen reibt. Ist der Knorpel erst einmal abgerieben, kann er nicht wieder
hergestellt werden. Es kann hier nur noch ein künstlicher Gelenkersatz erfolgen. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig den Abnutzungsprozess aufzuhalten.

Behandlung mit Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist eine natürliche Substanz, die in vielen Organen des Körpers, z. B. in der Haut, in Augen und Gelenken, wichtige physiologische Aufgaben erfüllt. In den Gelenken verleiht die Hyaluronsäure der Gelenkflüssigkeit ihre viskose Konsistenz und sorgt damit für eine gute Gleitfähigkeit. Im Rahmen der Knorpelabnutzung einer Arthrose wird die Gelenkschmiere „verunreinigt und verbraucht“. Die ins Gelenk injizierte Hyaluronsäure sorgt, bildlich gesprochen, für eine neue „Schmierung“ des Gelenks, vergleichbar einem Motorölwechsel beim Auto. Der Arzt injiziert die Hyaluron direkt in den Gelenkraum.
Die Wirkung – Schmerzlinderung und Gelenkbeweglichkeit – setzt oft schon nach den ersten Behandlungen ein und nimmt meist im Verlauf der Therapie noch zu.
Das verwendete Hyaluronsäurepräparat wird biotechnologisch hergestellt und zeichnet sich durch hohe Reinheit aus. Es enthält kein tierisches Eiweiß und weist daher ein geringeres Allergiepotenzial auf. In der Regel ist es sehr gut verträglich.

Es ist für alle Gelenke einsetzbar, die häufig von Arthrose betroffen sind, wie Knie, Hüfte, Schulter, Finger, Zehen, Sprunggelenk oder Wirbelgelenke.